Oprah Winfrey: Talk, Therapie und Tränen

© Helga Esteb / Shutterstock.com
26.05.2011

Unzählige Hollywood-Stars waren vor Millionen Zuschauern bei ihr zu Gast - doch die letzte Sendung gehörte ihr allein. Oprah Winfrey, Talkmasterin aller TalkmasterInnen, verlässt nach 25 Jahren die Bühne.

25 Jahre lang, fünf Mal die Woche nachmittags um 16 Uhr: Die "Oprah Winfrey Show". Rund 40 Millionen Amerikaner, und weit mehr in 150 Ländern außerhalb der USA, verfolgten die Sendung und ließen sich Lebensweisheiten mit auf den Weg geben. Oprah Winfrey stellte den Zuschauern die Schicksale anderer vor, gab ihnen Lebenshilfe, stärkte sie; von hausgemachtem Klatsch und Tratsch ganz zu schweigen, ebenso wie von Bücherempfehlungen, Produkthinweisen und Gewinn-
en, die es für die Gäste im Publikum gab. Als eine "einzigartige Mischung aus Berg-
predigt, Gruppentherapie und buntem Allerlei" bezeichnet der Stern die erfolgreich-
ste Talkshow der TV-Geschichte, die Sendung der Frau, die sich von der Sozialhilfe-
empfängerin zur Milliardärin und einflussreichsten Medienfrau der USA mauserte.

Sei es Liebe, Sex, Gesundheit, Geld, Wohnen, Kochen oder, nicht zuletzt, das Seelenheil: Über Fernsehen, aber ebenso über ihre eigene Zeitschrift sowie über das Radio oder ihre Website ließ Oprah Winfrey den Menschen ihre Weisheiten zukommen. Und das 25 Jahre lang mit äußerster Anteilnahme. In jeder Sendung teilte sie Meinungen und Gefühle mit ihrem Publikum, ließ letzteren immerzu ungeniert freien Lauf. Zahllosen Hollywood-Stars war sie dabei eine Gastgeberin. Auch als sie im November 2009 das Ende von "The O" verkündete, lief die Talkshow scheinbar unaufhörlich weiter; im Januar diesen Jahres bekam sie darüber hinaus ihren eigenen Fernsehkanal: OWN, das "Oprah-Winfrey-Network".

"Du hast uns gelehrt zu sein!"

Nun nahm die TV-Ikone doch Abschied. Es wurde lange gerätselt, welcher besondere Gast ihr in der letzten Sendung die Ehre erweisen würde. Die Antwort: Niemand. Nur Oprah Winfrey und ihre Show. Bei der Aufzeichnung am Dienstag in Chicago habe die 57-jährige Talkmasterin Tränen in den Augen gehabt, heißt es dem Hamburger Abendblatt zufolge. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) wurde dann die letzte Sendung in den USA ausgestrahlt - mit Ausschnitten aus den bewegendsten Momenten der 25-jährigen Geschichte der "Oprah Winfrey Show".

Dem war ein wahrhaftiger Abschieds-Marathon vorausgegangen. Vor einer Woche war eine große Gala aufgezeichnet worden, welche Anfang dieser Woche als dritt- und vorletzte Sendung ausgestrahlt wurde - mit Gästen wie Aretha Franklin, Stevie Wonder, Beyoncé, Madonna und Tom Cruise, welche die Talkmasterin gebührend feierten. Auch "Überraschungsgäste" gaben sich die Ehre - wie beispielsweise Schauspielerin und Sängerin Jada Pinkett-Smith, die Oprah mit einer Hymne, die für all ihre Zuschauer und Gäste zu sprechen schien, verabschiedete: "Oprah, du hast uns erleuchtet, du hast uns stark gemacht, du hast uns gelehrt zu sein!"

(nm)
22
Kommentare insgesamt

Nordicmunkee
26.05.2011 14:18
reg. Mitglied
Was für eine interessante Nachricht^^ Laaaaaaaaaangweilig

Professor A.
26.05.2011 15:42
Gast
Naja wir Deutschen haben ja noch Jürgen Domian als Ersatz. Vera Int-Veen und Oliver Schei...äh Geissen kann man ja nicht wirklich als Lebenshelfer sehen^^

Mr P.
26.05.2011 20:02
Gast
sie. "es gibt nur eine frau der du glauben schenken darfst, schatz"

er. " ja: oprah"

sie: *verdutztguck*

Michael W
26.05.2011 21:14
reg. Mitglied
würd gern mal wissen warum sie aufhört

Armine
27.05.2011 07:27
Gast
Ich nicht...


Mr P.
27.05.2011 08:45
Gast
gut das ich kein tv gucke^^

Armine
27.05.2011 09:06
Gast
Läuft doch eh nur in den Staaten, bzw. lief...

Die Trulla galt zwischenzeitlich als mächtigste/einflussreichste Frau der Welt...

Mir egal...

Michael W
27.05.2011 19:34
reg. Mitglied
jedem das seine und mir das meiste

Bösartig G.
28.05.2011 00:39
Gast
sie hat auch in dem film " die farbe lila " mitgespielt. an der seite von whoopie goldberg.

und " oprah " konnte man auch auf SIXX gucken @armine.

Armine
28.05.2011 01:58
Gast
Bei der Autovermietung gibts Fernsehen?

22
Kommentare insgesamt
weitere Nachrichten aus der Kategorie „“:
Die amerikanische Filmreview-Seite Movieguide sieht sich bestätigt: Ihrer Meinung nach sind Filme, die konservative Werte vermitteln, die erfolgreichsten. » mehr lesen
Mit Brad Pitt könnte Baseball auch in Deutschland funktionieren. Daran hat der Star zwar großen Anteil, aber "Moneyball" punktet nicht nur mit seinem bekanntesten Gesicht. » mehr lesen
Filmfreunde kommen möglicherweise am Donnerstag in Schwierigkeiten. Selten kommen so viele hochgelobte Leinwandperlen gleichzeitig ins Kino. Der Spion stellt euch "Drive" näher vor. » mehr lesen