Puppen als Kinderersatz
Kolumne
16.08.2008
Da zappe ich neulich durchs TV-Programm und entdecke bei RTL Extra einen Bericht über erwachsene Puppenmuttis. Mein erster Gedanke: Ist das denn noch normal?
In dem Beitrag ging es um sogenannte »Reborn»- oder auch "Reallife»-Puppen . Diese werden von ihren "Müttern" gehegt und gepflegt wie echte Kinder. Sie werden umgezogen, frisiert und sogar im Kinderwagen durch den Park geschoben.
Diese Puppen kann man wohl auch selbst basteln. Auf diversen Internet-Seiten muss man sogenannte Sets bestellen und kann sich so sein "Baby" nach eigenen Wünschen selbst herstellen. Also sucht man Gesicht, Körper, Arme und Beine aus, dazu noch Haare und Augen und verbringt dann Stunden damit, die Einzelteile zusammenzusetzen. Wem das alles zuviel Arbeit ist, der kann sein "Baby" auch fertig bestellen. Dabei sollte die künftige "Mutti" allerdings darauf achten, dass die Puppe dann auch wirklich "reborned" ist. Was genau das heißt, erfährst du hier.
Hat Frau dann ihr "Wunschkind" gebastelt bzw. bestellt, spricht man nicht von kaufen oder herstellen - nein: diese Puppen werden "adoptiert". Gerade diese Vermenschlichung finde ich bedenklich. Hört man doch immer wieder von vereinsamten Menschen, die sich zunehmend ihre eigene Welt flüchten. Und wird diese Flucht durch solche Puppen nicht vielleicht noch verstärkt oder gar erst angeregt? Puppenbastler und Puppensammler gibt es ja genug. Und dagegen ist ja auch im Grunde gar nichts einzuwenden, doch ist da nicht eine Grenze überschritten, wenn eine erwachsene Frau eine Puppe im Kinderwagen vor sich her schiebt? Diese Frage muss wohl jeder für sch selbst beantworten - ebenso wie die Frage, ob die »Babys" denn nun wirklich so täuschend echt aussehen. Hier kannst du dir selbst ein Bild machen.
Gruß, D.
Da zappe ich neulich durchs TV-Programm und entdecke bei RTL Extra einen Bericht über erwachsene Puppenmuttis. Mein erster Gedanke: Ist das denn noch normal?
In dem Beitrag ging es um sogenannte »Reborn»- oder auch "Reallife»-Puppen . Diese werden von ihren "Müttern" gehegt und gepflegt wie echte Kinder. Sie werden umgezogen, frisiert und sogar im Kinderwagen durch den Park geschoben.
Diese Puppen kann man wohl auch selbst basteln. Auf diversen Internet-Seiten muss man sogenannte Sets bestellen und kann sich so sein "Baby" nach eigenen Wünschen selbst herstellen. Also sucht man Gesicht, Körper, Arme und Beine aus, dazu noch Haare und Augen und verbringt dann Stunden damit, die Einzelteile zusammenzusetzen. Wem das alles zuviel Arbeit ist, der kann sein "Baby" auch fertig bestellen. Dabei sollte die künftige "Mutti" allerdings darauf achten, dass die Puppe dann auch wirklich "reborned" ist. Was genau das heißt, erfährst du hier.
Hat Frau dann ihr "Wunschkind" gebastelt bzw. bestellt, spricht man nicht von kaufen oder herstellen - nein: diese Puppen werden "adoptiert". Gerade diese Vermenschlichung finde ich bedenklich. Hört man doch immer wieder von vereinsamten Menschen, die sich zunehmend ihre eigene Welt flüchten. Und wird diese Flucht durch solche Puppen nicht vielleicht noch verstärkt oder gar erst angeregt? Puppenbastler und Puppensammler gibt es ja genug. Und dagegen ist ja auch im Grunde gar nichts einzuwenden, doch ist da nicht eine Grenze überschritten, wenn eine erwachsene Frau eine Puppe im Kinderwagen vor sich her schiebt? Diese Frage muss wohl jeder für sch selbst beantworten - ebenso wie die Frage, ob die »Babys" denn nun wirklich so täuschend echt aussehen. Hier kannst du dir selbst ein Bild machen.
Gruß, D.
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