Der perfekte Einzug ins Viertelfinale
City- & Szenenews
28.06.2010
Der höchste Sieg, den Deutschland je über England gefeiert hat, und die späte, aber süße Rache für das legendäre Wembley-Tor 1966: Die deutsche Elf bescherte uns ein Achtelfinale, wie es besser nicht hätte sein können.
"Wir wurden von den Deutschen so vorgeführt, dass es auch 7:2 hätte stehen können und niemand hätte sich beschwert." Mit diesen Worten würdigt die britische Sun heute den Sieg der deutschen Nationalmannschaft.
Deutschland ist mit Sang und Klang ins Viertelfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 eingezogen. Vor 40510 Zuschauern erzielte die deutsche Elf ein sensationelles 4:1 gegen den Erzrivalen England - die höchste Niederlage in der Geschichte der "Three Lions"!
"La(h)mm zur Schlachtbank" hatten die englischen Medien noch vor dem Spiel ausgerufen (der Spion berichtete). Doch auch Deutschland gab sich siegessicher - woraufhin die ersten Spielminuten auf dementsprechend großem, gegenseitigem Respekt fußten. Schon nach sechs Minuten erspielte sich Mesut Özil, der derzeit den Tod seiner Großmutter verarbeiten muss, die erste Torchance - die Keeper James parierte. Ein gescheiterter Versuch, der der jungen, deutschen Nationalmannschaft jedoch sogleich eine gehörige Portion Selbstvertrauen einverleibte.
Es war die 20. Minute, die den Zuschauern im Free-State-Stadion von Mangaung / Bloemfontein dann den Atem raubte: Ein weiter Abstoß von Torwart Neuer, und ein unaufhaltsamer Miroslav Klose im Alleingang. Sowohl Terry als auch Upson unterschätzten die Flugbahn des Balls, sodass Klose, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre für den verletzten Cacau antrat, plötzlich allein vor Torwart James auftauche - und den ersten Treffer perfekt machte.
Die Deutschen stellten die deutlich überlegene Mannschaft dar - und hüteten sich, das aufzugeben. Keine 11 Minuten nach seinem Tor versuchte sich Klose erneut an James, der in diesem Fall allerdings auf der Hut war. Bis Podolski kam. Der in dieser Partie überragende Müller lieferte ihm einen perfekten Querpass - woraufhin "Prinz Poldi" ohne mit der Wimper zu zucken das Runde zum 2:0 ins Eckige schob. Sein 40. Treffer für die Nationalmannschaft.
Grund genug für die Engländer, sich aufzubäumen. Nachdem Upson zum Treffer von Klose beigetragen hatte, erspielte er sich in der 37. Minute die Revanche: Im Zuge einer Flanke von Gerrard sprang er höher als die Deutschen und köpfte mit ungeheurer Kraft zum Anschlusstreffer. Ein Tor, das die bereits eingeschlafenen Hoffnungen der Lions erneut auf Hochtouren brachte. Schweinsteiger schimpfte im Anschluss laut dem Spiegel: "Wir dürfen nicht so leichtfertig eine 2:0-Führung hergeben. Das darf nicht sein."
Genugtuung nach 44 Jahren
Dementsprechend hoch war die Entschlossenheit, mit welcher das Team von Fabio Capello in die zweite Halbzeit startete - bis Lampard auf Neuer zupreschte.
Rückblende. Wir schreiben das Jahr 1966, das WM-Endspiel zwischen Deutschland und England im Londoner Wembley-Stadion. Geoff Hurst schießt auf das Tor von Hans Tilkowski. In diesem Moment war kaum auszumachen, ob es sich dabei um ein Tor handelte oder nicht - doch Schiedsrichter Gottfried Dienst wertete den Schuss nach nervenzehrenden Diskussionen als Treffer. Ein Tor, das, wie Videoaufnahmen inzwischen nachweisen können, nie eines gewesen ist - und das Deutschland den Engländern nie verziehen hat.
Zurück im Jahr 2010. Lampard schoss auf den deutschen Kasten, woraufhin der Ball von der Unterlatte hinter Torwart Neuer auf den Boden prallte - hinter der Linie, wie Videoaufnahmen im Nachhinein zeigen. Ein klares Tor. Doch Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay entschied sich anders. DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigt sich überrascht: "Selbst ich habe von der Tribüne aus geglaubt, dass der Ball drin war."
Im Anschluss an das Match gesteht sich Torwart Neuer ein: "Ich habe nicht gesehen, ob der Ball drin war. Nachdem ich mich umgedreht habe, habe ich mich nur auf den Ball konzentriert. Ich habe mich natürlich beeilt, nach vorne zu kommen, damit die Schiedsrichter nicht auf die Idee kommt, dass der drin war." Späte, aber süße Rache.
Deutschland "müllert" England weg
Während sich England und Deutschland nun ein eher ebenbürtiges Duell lieferten, stand der 20-jährige Thomas Müller kurz vor dem wohl größten Moment seiner noch so jungen Karriere. In der 67. Minute leitete er zunächst einen Konter ein, spielte daraufhin den Ball an Schweinsteiger weiter und spurtete dann über das Feld, um kurz vor dem Strafraum wieder angespielt zu werden - und dort den Ball gnadenlos an James vorbeizujagen. 3:1 für Deutschland.
Doch das war Müller nicht genug. Keine drei Minuten später entschied Özil ein Laufduell gegen Barry für sich, woraufhin er einen Querpass zur neuen Nummer 13, Müller, spielte - der daraufhin an seine vorherige Leistung anschloss und zum 4:1 einschob. Ein Doppelpack in nur drei Minuten: Sein Weg an die Spitze der Scorer-Wertung der Weltmeisterschaft - und Deutschland's Weg zum Viertelfinale.
Voller Stolz ins Viertelfinale
"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft", freut sich Schweinsteiger nach der Partie laut dem Spiegel. Kapitän Philipp Lahm schließt sich ihm an: "Man hat eine deutsche Mannschaft gesehen, die aggressiv gespielt hat und immer nach vorne wollte."
Nach vorne will die deutsche Elf nun auch am kommenden Samstag um 16 Uhr gegen Argentinien. Doch das Team von Trainer Diego Maradona sinnt auf Rache: Vor vier Jahren mussten sich die Südamerikaner im Elfmeterschießen 2:4 gegen Deutschland geschlagen geben...
(nm)
Der höchste Sieg, den Deutschland je über England gefeiert hat, und die späte, aber süße Rache für das legendäre Wembley-Tor 1966: Die deutsche Elf bescherte uns ein Achtelfinale, wie es besser nicht hätte sein können.
"Wir wurden von den Deutschen so vorgeführt, dass es auch 7:2 hätte stehen können und niemand hätte sich beschwert." Mit diesen Worten würdigt die britische Sun heute den Sieg der deutschen Nationalmannschaft.
Deutschland ist mit Sang und Klang ins Viertelfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 eingezogen. Vor 40510 Zuschauern erzielte die deutsche Elf ein sensationelles 4:1 gegen den Erzrivalen England - die höchste Niederlage in der Geschichte der "Three Lions"!
"La(h)mm zur Schlachtbank" hatten die englischen Medien noch vor dem Spiel ausgerufen (der Spion berichtete). Doch auch Deutschland gab sich siegessicher - woraufhin die ersten Spielminuten auf dementsprechend großem, gegenseitigem Respekt fußten. Schon nach sechs Minuten erspielte sich Mesut Özil, der derzeit den Tod seiner Großmutter verarbeiten muss, die erste Torchance - die Keeper James parierte. Ein gescheiterter Versuch, der der jungen, deutschen Nationalmannschaft jedoch sogleich eine gehörige Portion Selbstvertrauen einverleibte.
Es war die 20. Minute, die den Zuschauern im Free-State-Stadion von Mangaung / Bloemfontein dann den Atem raubte: Ein weiter Abstoß von Torwart Neuer, und ein unaufhaltsamer Miroslav Klose im Alleingang. Sowohl Terry als auch Upson unterschätzten die Flugbahn des Balls, sodass Klose, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre für den verletzten Cacau antrat, plötzlich allein vor Torwart James auftauche - und den ersten Treffer perfekt machte.
Die Deutschen stellten die deutlich überlegene Mannschaft dar - und hüteten sich, das aufzugeben. Keine 11 Minuten nach seinem Tor versuchte sich Klose erneut an James, der in diesem Fall allerdings auf der Hut war. Bis Podolski kam. Der in dieser Partie überragende Müller lieferte ihm einen perfekten Querpass - woraufhin "Prinz Poldi" ohne mit der Wimper zu zucken das Runde zum 2:0 ins Eckige schob. Sein 40. Treffer für die Nationalmannschaft.
Grund genug für die Engländer, sich aufzubäumen. Nachdem Upson zum Treffer von Klose beigetragen hatte, erspielte er sich in der 37. Minute die Revanche: Im Zuge einer Flanke von Gerrard sprang er höher als die Deutschen und köpfte mit ungeheurer Kraft zum Anschlusstreffer. Ein Tor, das die bereits eingeschlafenen Hoffnungen der Lions erneut auf Hochtouren brachte. Schweinsteiger schimpfte im Anschluss laut dem Spiegel: "Wir dürfen nicht so leichtfertig eine 2:0-Führung hergeben. Das darf nicht sein."
Genugtuung nach 44 Jahren
Dementsprechend hoch war die Entschlossenheit, mit welcher das Team von Fabio Capello in die zweite Halbzeit startete - bis Lampard auf Neuer zupreschte.
Rückblende. Wir schreiben das Jahr 1966, das WM-Endspiel zwischen Deutschland und England im Londoner Wembley-Stadion. Geoff Hurst schießt auf das Tor von Hans Tilkowski. In diesem Moment war kaum auszumachen, ob es sich dabei um ein Tor handelte oder nicht - doch Schiedsrichter Gottfried Dienst wertete den Schuss nach nervenzehrenden Diskussionen als Treffer. Ein Tor, das, wie Videoaufnahmen inzwischen nachweisen können, nie eines gewesen ist - und das Deutschland den Engländern nie verziehen hat.
Zurück im Jahr 2010. Lampard schoss auf den deutschen Kasten, woraufhin der Ball von der Unterlatte hinter Torwart Neuer auf den Boden prallte - hinter der Linie, wie Videoaufnahmen im Nachhinein zeigen. Ein klares Tor. Doch Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay entschied sich anders. DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigt sich überrascht: "Selbst ich habe von der Tribüne aus geglaubt, dass der Ball drin war."
Im Anschluss an das Match gesteht sich Torwart Neuer ein: "Ich habe nicht gesehen, ob der Ball drin war. Nachdem ich mich umgedreht habe, habe ich mich nur auf den Ball konzentriert. Ich habe mich natürlich beeilt, nach vorne zu kommen, damit die Schiedsrichter nicht auf die Idee kommt, dass der drin war." Späte, aber süße Rache.
Deutschland "müllert" England weg
Während sich England und Deutschland nun ein eher ebenbürtiges Duell lieferten, stand der 20-jährige Thomas Müller kurz vor dem wohl größten Moment seiner noch so jungen Karriere. In der 67. Minute leitete er zunächst einen Konter ein, spielte daraufhin den Ball an Schweinsteiger weiter und spurtete dann über das Feld, um kurz vor dem Strafraum wieder angespielt zu werden - und dort den Ball gnadenlos an James vorbeizujagen. 3:1 für Deutschland.
Doch das war Müller nicht genug. Keine drei Minuten später entschied Özil ein Laufduell gegen Barry für sich, woraufhin er einen Querpass zur neuen Nummer 13, Müller, spielte - der daraufhin an seine vorherige Leistung anschloss und zum 4:1 einschob. Ein Doppelpack in nur drei Minuten: Sein Weg an die Spitze der Scorer-Wertung der Weltmeisterschaft - und Deutschland's Weg zum Viertelfinale.
Voller Stolz ins Viertelfinale
"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft", freut sich Schweinsteiger nach der Partie laut dem Spiegel. Kapitän Philipp Lahm schließt sich ihm an: "Man hat eine deutsche Mannschaft gesehen, die aggressiv gespielt hat und immer nach vorne wollte."
Nach vorne will die deutsche Elf nun auch am kommenden Samstag um 16 Uhr gegen Argentinien. Doch das Team von Trainer Diego Maradona sinnt auf Rache: Vor vier Jahren mussten sich die Südamerikaner im Elfmeterschießen 2:4 gegen Deutschland geschlagen geben...
(nm)

28.06.2010 16:18
Gast
Ein toller Fußballabend mit den Toren für die richtige Mannschaft. Gegen Argentinien wird der Traum vom Titel hoffentlich nicht platzen.
Dann heißt es: "Daumendrücken für Deutschland"
LG
Dann heißt es: "Daumendrücken für Deutschland"

LG
richtig gut ^^ aber gegen Argentinien wirds schwieriger
immerhin haben wir in der letzten WM im viertelfinale gegen sie verloren ( Ironie des schicksals?? ) aber ich drück ihn die daumen ^^
immerhin haben wir in der letzten WM im viertelfinale gegen sie verloren ( Ironie des schicksals?? ) aber ich drück ihn die daumen ^^

28.06.2010 18:43
Gast
Also:
Bei der letzten WM (2006 in Deutschland) haben wir gegen Italien im Halbfinale verloren.
Gegen Argentinien haben wir im Viertelfinale bei einem Elf-Meterschießen gewonnen und sie nach Hause geschickt.
Bei der letzten WM (2006 in Deutschland) haben wir gegen Italien im Halbfinale verloren.
Gegen Argentinien haben wir im Viertelfinale bei einem Elf-Meterschießen gewonnen und sie nach Hause geschickt.
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