Erstochen, weil er helfen wollte
City- & Szenenews
08.05.2010
Eine Frage, die alles entscheiden kann: Soll ich helfen oder wegsehen? Emeka Okoronkwo entschied sich für die Zivilcourage - und bezahlte das mit dem Leben. Politiker Emmerling fordert jetzt eine Ehrung für den mutigen Mann.
Er starb, weil er der Einzige war, der genug Mut hatte um einzugreifen. Emeka Okoronkwo eilte zwei Frauen zu Hilfe, die belästigt wurden - und wurde erstochen.
Das erste Maiwochenende, 06:40 Uhr in Frankfurt am Main. Emeka verließ einen Salsa-Club und unterhielt sich vor der Tür mit zwei deutschen Frauen im Alter von 29 und 43 Jahren. Doch plötzlich störten zwei Eritreer die Idylle: Sie begannen, die Frauen derb zu beleidigen. Die jüngere der zwei Frauen bat die Männer darum, in Ruhe gelassen zu werden - und wurde angespuckt. Grund genug für Emeka, einzuschreiten.
Doch auch der Nigerianer wurde bespuckt. Die Situation eskalierte: Die drei Männer begannen, sich zu prügeln - bis Emeka ein Messer ins Herz gerammt wurde. Bald darauf starb der 21-jährige im Krankenhaus.
"Ein Zeichen gegen die Unkultur des Wegschauens"
Die Täter flohen sofort. Ein anonymer Tipp machte es der Polizei dennoch möglich, die Täter jetzt aufzuspüren und festzunehmen. Der 34 Jahre alte Mann, der Emeka getötet hatte, gestand diese Tat zwar - behauptet aber, aus Notwehr gehandelt zu haben. Der jüngere Eritreer wurde bereits wieder in die Freiheit entlassen.
Vor dem Ort des Geschehens, dem Salsa-Club in Frankfurt, wurden zahllose Blumen, Kerzen und Fotos niedergelegt, um Emeka zu gedenken. Der Vize-
Vorsitzende der SPD, Eugen Emmerling, fordert nun, dass Emeka geehrt wird - und posthum die Bürgermedaille für Zivilcourage erhält: Er habe "ein Zeichen gegen die Unkultur des Wegschauens in Notlagen gesetzt".
Eigensinnig - aber nie gefährlich
Im Kolpinghaus, seinem Jugendwohneim, trauert man um den Mann, der vor Kurzem eine außerbetriebliche Ausbildung zum Restaurantfachmann begonnen hatte, um seinen Traum zu verwirklichen und in einem Hotel zu arbeiten.
Sania Zayan, Psychologin, erinnert sich an Emeka, der als eigensinnig, aber liebenswert beschrieben wird. Nie habe der Nigerianer zu Drogen oder Alkohol gegriffen, nie sei von ihm eine Gefahr ausgegangen. "Das war ein anständiger Mensch. Er hat sich eingesetzt und an seine Zukunft geglaubt", so Zayan zur Bild.
Eine Zukunft, die ihm für immer verwehrt bleibt. Am 17. Mai soll Emeka in Lingen, dem Wohnort seiner Mutter, beigesetzt werden.
Einschreiten oder wegsehen?
Emeka's Schicksal betont nur einmal mehr die tödliche Gefahr, in die man sich begibt, wenn man anderen zu Hilfe eilt. Doch kann man einfach wegsehen, wenn anderen Unrecht getan wird? Was würdet ihr tun? Diskutiert mit und kommentiert diese Frage!
(nm)
Eine Frage, die alles entscheiden kann: Soll ich helfen oder wegsehen? Emeka Okoronkwo entschied sich für die Zivilcourage - und bezahlte das mit dem Leben. Politiker Emmerling fordert jetzt eine Ehrung für den mutigen Mann.
Er starb, weil er der Einzige war, der genug Mut hatte um einzugreifen. Emeka Okoronkwo eilte zwei Frauen zu Hilfe, die belästigt wurden - und wurde erstochen.
Das erste Maiwochenende, 06:40 Uhr in Frankfurt am Main. Emeka verließ einen Salsa-Club und unterhielt sich vor der Tür mit zwei deutschen Frauen im Alter von 29 und 43 Jahren. Doch plötzlich störten zwei Eritreer die Idylle: Sie begannen, die Frauen derb zu beleidigen. Die jüngere der zwei Frauen bat die Männer darum, in Ruhe gelassen zu werden - und wurde angespuckt. Grund genug für Emeka, einzuschreiten.
Doch auch der Nigerianer wurde bespuckt. Die Situation eskalierte: Die drei Männer begannen, sich zu prügeln - bis Emeka ein Messer ins Herz gerammt wurde. Bald darauf starb der 21-jährige im Krankenhaus.
"Ein Zeichen gegen die Unkultur des Wegschauens"
Die Täter flohen sofort. Ein anonymer Tipp machte es der Polizei dennoch möglich, die Täter jetzt aufzuspüren und festzunehmen. Der 34 Jahre alte Mann, der Emeka getötet hatte, gestand diese Tat zwar - behauptet aber, aus Notwehr gehandelt zu haben. Der jüngere Eritreer wurde bereits wieder in die Freiheit entlassen.
Vor dem Ort des Geschehens, dem Salsa-Club in Frankfurt, wurden zahllose Blumen, Kerzen und Fotos niedergelegt, um Emeka zu gedenken. Der Vize-
Vorsitzende der SPD, Eugen Emmerling, fordert nun, dass Emeka geehrt wird - und posthum die Bürgermedaille für Zivilcourage erhält: Er habe "ein Zeichen gegen die Unkultur des Wegschauens in Notlagen gesetzt".
Eigensinnig - aber nie gefährlich
Im Kolpinghaus, seinem Jugendwohneim, trauert man um den Mann, der vor Kurzem eine außerbetriebliche Ausbildung zum Restaurantfachmann begonnen hatte, um seinen Traum zu verwirklichen und in einem Hotel zu arbeiten.
Sania Zayan, Psychologin, erinnert sich an Emeka, der als eigensinnig, aber liebenswert beschrieben wird. Nie habe der Nigerianer zu Drogen oder Alkohol gegriffen, nie sei von ihm eine Gefahr ausgegangen. "Das war ein anständiger Mensch. Er hat sich eingesetzt und an seine Zukunft geglaubt", so Zayan zur Bild.
Eine Zukunft, die ihm für immer verwehrt bleibt. Am 17. Mai soll Emeka in Lingen, dem Wohnort seiner Mutter, beigesetzt werden.
Einschreiten oder wegsehen?
Emeka's Schicksal betont nur einmal mehr die tödliche Gefahr, in die man sich begibt, wenn man anderen zu Hilfe eilt. Doch kann man einfach wegsehen, wenn anderen Unrecht getan wird? Was würdet ihr tun? Diskutiert mit und kommentiert diese Frage!
(nm)
dazu fällt mir ein gutes beispiel ein welches noch nicht einmal mit gewalt zu tun hat
10 menschen stehen vor einer ampel am straßenrand und darunter eine alte blinde dame die mit ihren geh stock den weg sucht und dabei fast in den straßenverkehr geriet...
2 der 10 menschen eilen der alten dame entgegen um ihr zu helfen während die restlichen 7 menschen damit beschäftigt ist sich ihre haare zu stylen im spiegelbild der vorbei fahrenden autos...
10 menschen stehen vor einer ampel am straßenrand und darunter eine alte blinde dame die mit ihren geh stock den weg sucht und dabei fast in den straßenverkehr geriet...
2 der 10 menschen eilen der alten dame entgegen um ihr zu helfen während die restlichen 7 menschen damit beschäftigt ist sich ihre haare zu stylen im spiegelbild der vorbei fahrenden autos...
wieso da bleibt keiner mehr übrig wenn du mitgerechnet hast
10 menschen an der ampel darunter eine alte blinde dame und 2 menschen die ihr helfen
10 menschen an der ampel darunter eine alte blinde dame und 2 menschen die ihr helfen

08.05.2010 15:01
Gast
Da will man nur helfen und muss dann mit dem leben bezahlen.Deswegen kann ich schon verstehen,wenn Leute nicht eingreifen,wenn ich in so eine Situation kommen würde,würde ich es mir auch 2 mal überlegen ob ich eingreife oder nicht!
es ist die pflicht eines jeden in solche gravierenden vorfällen einzugreifen wenn nötig würde ich dafür auch für ein bestimmtes gesetz stimmen das jeden der wegschaut gleichzeitig mit strafbar macht...

08.05.2010 17:38
Gast
ich denke auch dass es einfach was mit menschlichkeit zu tun hat zu helfen. sicherlich hat es auch was mit menschlichkeit zu tun wenn man angst hat. aber man muss sich immer vorstellen man ist in der lage der person die belästigt wird, man würde sich auch über jeden helfen der einem den rücken stärkt. schade wie die menschen miteinander umgehen und was jeden tag alles passiert.

08.05.2010 19:52
Gast
es ist doch zum kotzen was auf unseren strassen los ist..überall nur gewalt..da bekommt man hass..denn sowas geht gar nicht..da fand ich es früher besser es wurde nur mit fäusten gekämpft und mann gegen mann..und nicht so wie heute wo viele nur noch ausgehen um sich zu prügeln und egal was dabei passiert..
ich verstehe auch nicht wie man von jetzt auf gleich so in raasche geraten kann das man noch nicht mal halt vor waffen jeglicher art macht..
da bekomme ich heute schon angst was mal sein wird wenn mein sohn in 15 jahren soweit ist..was dann los ist..noch mehr mord und totschlag..???
ich verstehe auch nicht wie man von jetzt auf gleich so in raasche geraten kann das man noch nicht mal halt vor waffen jeglicher art macht..
da bekomme ich heute schon angst was mal sein wird wenn mein sohn in 15 jahren soweit ist..was dann los ist..noch mehr mord und totschlag..???

08.05.2010 21:30
Gast
Schrecklich...was gibt es nur für Monster auf dieser Welt...wieso sterben immer die gerechten und hilfsbereiten Menschen???
Mein Beileid

Mein Beileid
vor diesm jungen mann respekt!
er hatt das kreuz verdient da brauch man nicht weiter drüber labern!
er hatt das kreuz verdient da brauch man nicht weiter drüber labern!
nichts im leben ist umsonst es ist nur traurig wenn es menschen mit dem leben bezahlen und allem menschen meine respekt die in solchen schwerigen situationen anderen menschen helfen ich würde es auch tun denn wenn ich in so einer situation seien sollte würde ich es mir auch wünschen das mir geholfen wird also tue ich es auch
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