NPD-Chef vor Gericht: Rassistische Hetze gegen DFB-Spieler

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23.03.2009

Der Bundesvorsitzende der rechtsextremen NPD, Udo Voigt, und zwei weitere Parteifunktionäre müssen sich wegen Volksverhetzung und Beleidigung vor Gericht verantworten.

Zu dem Prozess kam es, nachdem der afrikanischstämmige Nationalspieler Patrick Owomoyela und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Strafantrag und Strafanzeige wegen der vor der WM 2006 begonnenen rassistischen NPD-Kampagnen gegen Spieler der deutschen Nationalmannschaft gestellt hatten. Bei den Mitangeklagten handelt es sich um den 42-jährigen Parteisprecher Klaus Beier und den 66-jährigen Bundesgeschäftsführer und Leiter der Rechtsabteilung, Frank Schwerdt.

Die Angeklagten sollen verantwortlich sein für die Herstellung des sogenannten "WM-Planers" anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006, in dem farbige Nationalspieler diskriminiert und verunglimpft wurden. Die Titelseite zeigte neben einem Trikot mit der Nummer 25 den Schriftzug "Weiß - Nicht nur eine Trikot-Farbe - Für eine echte Nationalmannschaft". Diese Trikotnummer war damals dem dunkelhäutigen Werder-Spieler Patrick Owomoyela zugeordnet, der heute bei Borussia Dortmund spielt und in dem Prozess als Nebenkläger auftritt.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sollte damit zum Ausdruck gebracht werden, dass aus Sicht der NPD Spieler mit nicht weißer Hautfarbe, kein Recht hätten, Deutschland als Nationalspieler zu repräsentieren. In einem weiteren Flyer soll mit einem Piktogramm eines weißen und zehn farbiger Nationalspieler mit der Frage "Nationalelf 2010?" erneut die "Überfremdung" der Deutschen Mannschaft angeprangert worden sein. Für das Verfahren sind zunächst zwei Verhandlungstage angesetzt. (ddp/AG)
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