Nach der Wahl: Farbenpoker
City- & Szenenews
05.09.2011
Die Wahl ist entschieden. In Mecklenburg-Vorpommern wird in jedem Fall die SPD in Regierungsverantwortung bleiben. Bleibt die Frage, wen sie sich dazu ins Boot holt. Was hoffen die Spione?
Bis zum amtlichen Endergebnis wird es noch zwei Wochen dauern, weil im Wahlreis Rügen wegen des Todesfalls eines CDU-Kandidaten die Abstimmung auf den 18. September verschoben werden musste. Doch am vorläufigen Ergebnis wird sich nichts mehr ändern.
Eindeutiger Wahlsieger ist die SPD, die sich mit 35,7 Prozent im Vergleich zu 2006 um 5,5 Punkte steigern konnte. Die CDU musste als zweitstärkste Kraft deutliche Verluste von 5,7 Punkten hinnehmen und erreichte nur noch 23,1 Prozent der Wähler. Leicht steigern konnte sich die Linke, die 18,4 Prozent der Stimmen erhielt (2006: 16,8). Erstmals übersprangen auch die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde mit einem Wähleranteil von 8,4 Prozent, fünf Prozent mehr als 2006. Am meisten Prozentpunkte verlor die FDP, nämlich 6,9. Mit 2,7 Prozent ist sie nicht mehr im Landtag vertreten. Auch die NPD verlor 1,3 Prozent, zieht aber mit sechs Prozent erneut in den Landtag ein.
Hochburgen der NPD
Das Abschneiden der NPD gehörte sicher zu den zentralen Themen dieser Wahl. Als Hochburgen für die NPD etablierten sich weiterhin Ostvorpommern, wo die Nationaldemokraten immer noch bei über zehn Prozent liegen, und der Landkreis Uecker-Randow, in dem die Partei sich teilweise sogar auf über 15 Prozent steigern konnte.
Auch die geringe Wahlbeteiligung von 51,4 Prozent wirft Fragen auf. 2006 waren es noch 59,1 Prozent gewesen. Das schöne Wetter am Wahlsonntag kann hier sicher nicht die einzige Begründung liefern.
Wen erwählt Sellering zum Partner?
Das Hauptaugenmerk richtet sich nun aber auf die Regierungsbildung. Der SPD stehen letztlich zwei Optionen offen: Die bisherige Große Koalition mit der CDU weiterführen oder Rot-Rot wieder aufleben lassen. Sowohl die Union als auch die Linke wirbt für sich als Regierungspartner. Und Erwin Sellering lässt sich bitten. Er gibt noch nicht einmal eine Tendenz preis.
Dabei ist die Frage der Regierungsbildung auch bundespolitisch interessant, denn derzeit haben weder Union noch SPD im Bundesrat eine Mehrheit. Bliebe es bei der bisherigen Großen Koalition, bliebe es auch bei dieser Pattsituation. Entschiede sich Sellering für die Linke als Partner, würde das noch vor den Wahlen in Berlin und Schleswig-Holstein eine Verschiebung zugunsten der SPD bedeuten.
In einer Umfrage fragen wir die Spione Mecklenburg-Vorpommerns nach ihrer Meinung. Für wen sollte Erwin Sellering sich entscheiden?
Die SPD holt auf
Auch bei den Kommunalwahlen hat die SPD sich kräftig steigern können und erhielt 27,5 Prozent der Stimmen (2006: 19,3). Mit 29 Prozent (31,8) konnte sich die CDU hier jedoch knapp behaupten. Dritte Kraft bleibt mit leichten Verlusten die Linke mit 19,2 Prozent der Stimmen. Es folgen die Grünen mit 6,5, die NPD mit 5,4 und die FDP mit 4,3 Prozent.
Gewählt wurden außerdem die neuen Namen der künftigen Großkreise: Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Landkreis Rostock, Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen.
(pb)
Die Wahl ist entschieden. In Mecklenburg-Vorpommern wird in jedem Fall die SPD in Regierungsverantwortung bleiben. Bleibt die Frage, wen sie sich dazu ins Boot holt. Was hoffen die Spione?
Bis zum amtlichen Endergebnis wird es noch zwei Wochen dauern, weil im Wahlreis Rügen wegen des Todesfalls eines CDU-Kandidaten die Abstimmung auf den 18. September verschoben werden musste. Doch am vorläufigen Ergebnis wird sich nichts mehr ändern.
Eindeutiger Wahlsieger ist die SPD, die sich mit 35,7 Prozent im Vergleich zu 2006 um 5,5 Punkte steigern konnte. Die CDU musste als zweitstärkste Kraft deutliche Verluste von 5,7 Punkten hinnehmen und erreichte nur noch 23,1 Prozent der Wähler. Leicht steigern konnte sich die Linke, die 18,4 Prozent der Stimmen erhielt (2006: 16,8). Erstmals übersprangen auch die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde mit einem Wähleranteil von 8,4 Prozent, fünf Prozent mehr als 2006. Am meisten Prozentpunkte verlor die FDP, nämlich 6,9. Mit 2,7 Prozent ist sie nicht mehr im Landtag vertreten. Auch die NPD verlor 1,3 Prozent, zieht aber mit sechs Prozent erneut in den Landtag ein.
Hochburgen der NPD
Das Abschneiden der NPD gehörte sicher zu den zentralen Themen dieser Wahl. Als Hochburgen für die NPD etablierten sich weiterhin Ostvorpommern, wo die Nationaldemokraten immer noch bei über zehn Prozent liegen, und der Landkreis Uecker-Randow, in dem die Partei sich teilweise sogar auf über 15 Prozent steigern konnte.
Auch die geringe Wahlbeteiligung von 51,4 Prozent wirft Fragen auf. 2006 waren es noch 59,1 Prozent gewesen. Das schöne Wetter am Wahlsonntag kann hier sicher nicht die einzige Begründung liefern.
Wen erwählt Sellering zum Partner?
Das Hauptaugenmerk richtet sich nun aber auf die Regierungsbildung. Der SPD stehen letztlich zwei Optionen offen: Die bisherige Große Koalition mit der CDU weiterführen oder Rot-Rot wieder aufleben lassen. Sowohl die Union als auch die Linke wirbt für sich als Regierungspartner. Und Erwin Sellering lässt sich bitten. Er gibt noch nicht einmal eine Tendenz preis.
Dabei ist die Frage der Regierungsbildung auch bundespolitisch interessant, denn derzeit haben weder Union noch SPD im Bundesrat eine Mehrheit. Bliebe es bei der bisherigen Großen Koalition, bliebe es auch bei dieser Pattsituation. Entschiede sich Sellering für die Linke als Partner, würde das noch vor den Wahlen in Berlin und Schleswig-Holstein eine Verschiebung zugunsten der SPD bedeuten.
In einer Umfrage fragen wir die Spione Mecklenburg-Vorpommerns nach ihrer Meinung. Für wen sollte Erwin Sellering sich entscheiden?
Die SPD holt auf
Auch bei den Kommunalwahlen hat die SPD sich kräftig steigern können und erhielt 27,5 Prozent der Stimmen (2006: 19,3). Mit 29 Prozent (31,8) konnte sich die CDU hier jedoch knapp behaupten. Dritte Kraft bleibt mit leichten Verlusten die Linke mit 19,2 Prozent der Stimmen. Es folgen die Grünen mit 6,5, die NPD mit 5,4 und die FDP mit 4,3 Prozent.
Gewählt wurden außerdem die neuen Namen der künftigen Großkreise: Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Landkreis Rostock, Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen.
(pb)
Mensch, im Radio ham se das erwähnt ! Ich habs nur beiläufig aufgeschnappt und nachgeplappert
Deswegen sagte ich doch "Ich hab GEHÖRT..." !
Deswegen sagte ich doch "Ich hab GEHÖRT..." !
aber warum man die grünen an einer regierung beteiligen sollte, obwohl es schon eine komfortable rot-rote mehrheit gibt, bleibt deren geheimnis...
hätte rot-rot nur einen sitz mehrheit, wäre es sicher ne möglichkeit, aber so ist es einfach nur unsinn...
hätte rot-rot nur einen sitz mehrheit, wäre es sicher ne möglichkeit, aber so ist es einfach nur unsinn...

07.09.2011 19:10
Gast
ro rot grün fände ich gut ... (lu an grün) aber wenn die spd die stimmen bräuchte, würde sie wohl eher mit der cdu kuscheln (wäre ja auch die komfortablere mehrheit) ... deshalb wird das wohl nichts.
rot rot wäre aber immernoch besser als rot schwarz ... auch wenn tilli weiter wurschteln darf
rot rot wäre aber immernoch besser als rot schwarz ... auch wenn tilli weiter wurschteln darf
ich glaub es wird zu rot.rot kommen...
dafür spricht aus meiner sicht
-von der CDU war zu hören, es gibt keine koalition um jeden preis...
-die linkspartei hat noch niemals zuvor so viele realos in den landtag gesandt
-die aussagen von sellering, dass es mit der PDS bis 2006 auch eine sehr gute zusammenarbeit gab
- und zu guter letzt, bei der SPD darf tilli nicht mit in die sondierungsgespräche
(tilli war der CDU näher als der linken/PDS)
das machen sellering, schwesig und nieszery, die alle gut mit der linken können...
dafür spricht aus meiner sicht
-von der CDU war zu hören, es gibt keine koalition um jeden preis...
-die linkspartei hat noch niemals zuvor so viele realos in den landtag gesandt
-die aussagen von sellering, dass es mit der PDS bis 2006 auch eine sehr gute zusammenarbeit gab
- und zu guter letzt, bei der SPD darf tilli nicht mit in die sondierungsgespräche
(tilli war der CDU näher als der linken/PDS)
das machen sellering, schwesig und nieszery, die alle gut mit der linken können...

Bitte melde dich an, um Kommentare hinzuzufügen.
weitere Nachrichten aus der Kategorie City- & Szenenews:
Diskriminierung oder lediglich polizeiliche Erfahrung? Weil ihn ein Bundespolizist aufgrund seiner Hautfarbe kontrollierte, erstattete ein dunkelhäutiger Deutscher Anzeige - und verlor.
» mehr lesen
38 Kommentare
In Großbritannien steigt der Absatz erotischer E-Books. Auch in Deutschland könnte das unerkannte Konsumieren erotisch-brisanter Geschichten Schule machen.
» mehr lesen
Am 4. August fällt der Startschuss für die nächtliche Laufveranstaltung in Rostock. Der persönliche Startschuss aber kann bereits jetzt abgefeuert werden - was nicht nur sportliche Vorteile birgt.
» mehr lesen






