Ratten sind hilfsbereit
City- & Szenenews
09.12.2011
Das Image der Ratten ist denkbar schlecht. Dabei sind die Nager offenbar mitfühlende Tiere, die alles stehen und liegen lassen, um einen Artgenossen aus einer misslichen Lage zu befreien.
Wie Spiegel Online schreibt, berichten US-amerikanische Psychologen im Fachjournal Science über die Ergebnisse ihrer Studien mit Ratten. In Versuchen befreiten die Tiere Artgenossen aus engen Käfigen. Dabei ließen die Nager, die in keiner Weise trainiert waren, so lange nicht von dem Käfig ab, bis es ihnen gelang, die Falle zu öffnen und dem Gefangenen die Freiheit zurückzubringen.
Die Forscher gehen davon aus, dass Ratten mitfühlen können, also empathiefähig sind. Ähnliches hatten auch Versuche mit Primaten ergeben. 23 von 30 Ratten öffneten schließlich das enge Verlies, in dem die Opfer gefangen waren. Ähnlich wie bei Primaten und Menschen zeigten sich dabei die Weibchen durchgängig hilfsbereit, während nur 70 Prozent der männlichen Tiere gleiches Verhalten an den Tag legten.
Hilfe hat höchste Priorität
Die Nager gingen durchaus selbstlos vor. Weder beeinflusste sie die Aussicht auf eine Belohnung, noch ließen sie sich durch die Verlockung Schokolade von der Befreiungsaktion abbringen. Ob ihr innerer Antrieb, Artgenossen in Not zu retten, allerdings tatsächlich auf Empathiefähigkeit beruht, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Da die gefangenen Ratten ihrer Angst mit Unruhe und lautem Quitschen Ausdruck verliehen, könnte die Befreier auch einfach der Wunsch angetrieben haben, ihren eigenen Stress zu reduzieren.
(pb)
Das Image der Ratten ist denkbar schlecht. Dabei sind die Nager offenbar mitfühlende Tiere, die alles stehen und liegen lassen, um einen Artgenossen aus einer misslichen Lage zu befreien.
Wie Spiegel Online schreibt, berichten US-amerikanische Psychologen im Fachjournal Science über die Ergebnisse ihrer Studien mit Ratten. In Versuchen befreiten die Tiere Artgenossen aus engen Käfigen. Dabei ließen die Nager, die in keiner Weise trainiert waren, so lange nicht von dem Käfig ab, bis es ihnen gelang, die Falle zu öffnen und dem Gefangenen die Freiheit zurückzubringen.
Die Forscher gehen davon aus, dass Ratten mitfühlen können, also empathiefähig sind. Ähnliches hatten auch Versuche mit Primaten ergeben. 23 von 30 Ratten öffneten schließlich das enge Verlies, in dem die Opfer gefangen waren. Ähnlich wie bei Primaten und Menschen zeigten sich dabei die Weibchen durchgängig hilfsbereit, während nur 70 Prozent der männlichen Tiere gleiches Verhalten an den Tag legten.
Hilfe hat höchste Priorität
Die Nager gingen durchaus selbstlos vor. Weder beeinflusste sie die Aussicht auf eine Belohnung, noch ließen sie sich durch die Verlockung Schokolade von der Befreiungsaktion abbringen. Ob ihr innerer Antrieb, Artgenossen in Not zu retten, allerdings tatsächlich auf Empathiefähigkeit beruht, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Da die gefangenen Ratten ihrer Angst mit Unruhe und lautem Quitschen Ausdruck verliehen, könnte die Befreier auch einfach der Wunsch angetrieben haben, ihren eigenen Stress zu reduzieren.
(pb)

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